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05 | 09 | 2010
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Kampfsportarten, Selbstverteidigung

 

Warum Selbstverteidigung ?

Selbstverteidigung kombiniert in optimaler Weise psychische und physische Elemente. Das regelmäßige Training hilft Spannungen abzubauen, steigert die körperliche Fitness und sorgt so für ein positives Lebensgefühl und ein ausgeglichenes Wesen. Hierbei ist es zunächst egal, ob ATK, Jiu-Jitsu, Ju-Jutsu, oder Iaido trainiert wird.

Die wachsende Körperbeherrschung stärkt das Selbstbewusstsein.


Die Harmonie von Körper und Geist


Im Gegensatz zu den östlichen Ländern liegen bei uns Geist und Körper, Religion und Politik, Feiertag und Werktag oft weit auseinander. Es bestehen keine Verbindung, sondern es herrscht das Prinzip „entweder....oder“. Geist und Körper sollten aber in harmonischem Gleichklang miteinander stehen und sich gegenseitig ausgleichen. Sonst ist das eine wie auch das andere einseitig und unvollkommen.

Der gelehrige Schüler soll zwischen beiden eine Mitte finden. Brutale Kraft-entfaltung mit krankem Geist ist ebenso unvollkommen, wie ein spezialisierter Geist mit einem krankem Körper. Dies ist nun mal der Preis, den nur wenige von uns zu zahlen bereit und fähig sind.

Will ein Schüler diesen "hohen Pfad der Vollendung" wandern, dann sind innere Voraussetzungen ebenso notwendig wie körperliches Wohl. Dies erfordert strenges Üben an sich selbst, bis in jeden Nerv, bis in jeden Gedanken. Ein Meister sagte einmal: „Genie ist 1% Inspiration und 99% Transpiration.“ Ein ganz klein wenig ist Eingebung also im Menschen und somit im Schüler vorhanden. Alles übrige ist Schweiß und Anstrengung. Schon bei einer Fallübung oder bei einem einfachen Wurf beginnt der Schüler zu arbeiten. Hier werden nur bestimmte Körperteile beansprucht. Die anderen Teile bleiben locker. Der gesamte Vorgang von der Angriffsvorbereitung bis zur Wurfausübung darf keine bewußte Bemühung erkennen lassen. Sämtliche Bewegungen müssen voller Schönheit und Gelassenheit sein. Nur so ist ein Wurf, eine Kampftechnik eine Übung auch geistig und somit vollkommen. Erst wenn Seele, Körper und Geist an einer Übung gleich stark beteiligt sind, erkennt man das Dynamische und Geschmeidige in der Bewegung.

Üben und immer wieder Üben ist hier also unbedingte Voraussetzung. Der Lehrer braucht zwar Kraft, aber niemals Gewalt. Dem Schüler wird dies vorerst nicht gelingen. Doch der Lehrer verbessert, wenn notwendig, mit freundlichen Worten. Langsam bahnt sich nun eine innere Wandlung an. Möge der Schüler immer daran denken, daß die Beherrschung des Körpers wie des Gemütes die erste wichtige Vorstufe ist. Doch wahre Beherrschung ist, sich zu beherrschen, indem man sich nicht beherrscht. Daher wird ein Meister nur, wer alle Übungen so spielend bewältigt, daß es ihm keinerlei Gedanken und bewußte Willensstärke erfordert! So wenig er daran denkt, daß sein Blut kreist und sein Atem strömt. Erst dann ist er Herr über sein Werkzeug, seinen Körper. Denn dem Sieg über andere geht der schwierige Sieg über sich selbst voraus.


Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so erfordert eine Kampftechnik keinen besonderen Krafteinsatz mehr. Alles vollzieht sich fast wie von selbst: denn erst die Mühelosigkeit eines kraftvollen Geschehens zeugt von Meisterschaft. An seine Haltung und Stellung braucht der Meister nicht mehr zu denken. Sie ist ihm selbständig und wesenseigen geworden. Er lebt ganz aus der harmonischen Mitte heraus. Der Meister aus diesem geistigen und seelischem Ursprung ist ein ganzer Mensch, auch außerhalb von Dojo und Tatami.

Ist so der Mensch Meister geworden, dann ist es gleichgültig, was er tut: Ob er einen Acker pflügt, eine Kür turnt, einen Kranken pflegt, ein Wort spricht oder einen Schritt geht. Alles wird aus jener Mitte der Harmonie und dem inneren Frieden geschehen und daher zweckmäßig, richtig sowie leistungsstark sein.

 
Schlagzeilen
Danprüfung

Alex Laub gelang es, die Prüfung zum 2. DAN ATK abzulegen.

 

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